Auszüge aus der Rede vom Vizebürgermeister Gerry Klein
Rede zum Volkstrauertag 17.11.24
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
Ich begrüße Sie sehr herzlich zu unserer Gedenkveranstaltung am heutigen Volkstrauertag
Meine Rede soll heute kurz und konkret sein, vor allem Hoffnung bringen.
Ich möchte über die 1. Vergangenheit 2. Gegenwart und 3. Zukunft sprechen
1. Vergangenheit
Wir stehen hier gemeinsam an unserem Krieger – Denkmal an der Stiftsfreiheit. Die Zeit der Weltkriege wird langsam vergessen sein. Umso wichtiger ist es, die Erinnerung an die Zeit lebendig zu halten und den Toten weiterhin die Ehre zu erweisen.
Artikel von einem Zeitzeugen, Herr Kurt Meissner, 100 Jahre alt hat ein Interview gegeben.
„keiner von uns hätte geglaubt, dass für etliche von uns das Leben in wenigen Wochen vorbei sein sollte. Mit 17 Jahren kann man sich das nicht vorstellen. Wir hatten gerade unsere Schützenlöcher ausgehoben, als zu unserem Entsetzen ein T-34 Panzer unter Ohrenbetäubendem Lärm über uns rollte. Das können sie sich, das kann sich keiner vorstellen. Die äußerste Brutalität, all die furchtbaren Verwundeten, Verstümmelten, Sterbenden und die Toten“. Zitat Ende
In unserer Welt ist es wichtiger denn je, sich mit den Themen Krieg und Frieden auseinanderzusetzen, der Nebel der Vergessenheit darf sich nicht ausbreiten.
Der heutige Tag hat eine mehr als 100 Jahre alte Tradition – zunächst zum Gedenken an die vielen Millionen Opfer des Ersten Weltkriegs. Rund 9,4 Millionen Menschen starben damals binnen vier Jahren.
Die ungeheuerlichen Ausmaße und Folgen des Zweiten Weltkriegs sind beispiellos in der Geschichte: Über 60 Millionen Menschen verloren ihr Leben durch kriegerische Handlungen.
Es gab Völkermord in Lagern, Bombenangriffe, Flucht, Vertreibung und Verschleppung. Kaum eine Familie blieb von den Auswirkungen des Kriegs verschont. Wir verneigen uns in Trauer vor ihnen und bleiben ihnen verbunden in der dauerhaften Verpflichtung für Frieden und Freiheit
2. Gegenwart
Derzeit müssen wir wieder täglich Bilder aus der Ukraine sehen, von denen wir gehofft hatten, dass sie sich gerade auf unserem Kontinent niemals wiederholen:
- Seit über 2 Jahren Krieg in der Ukraine, z.Zt. sind 300.000 Tote und 800.000 Verletzte Soldaten zu beklagen. Das darf nicht sein! Im Frühjahr 2024 hat Papst Franziskus eine wichtige Aussage gemacht: „Der Stärkste ist der, der die Situation erkennt, der an das Volk denkt, der den Mut hat die weiße Fahne zu hissen und zu verhandeln.“
- Die Wurzel allen Übels: Hass – das tödliche Gift im Herzen von Menschen. Wenn Hass und Macht sich verbindet, sehen wir die Auswirkungen vor unseren Augen.
- Hass verändert unser DENKEN und kann negative Muster im Gehirn verstärken. „Hass regiert die Welt bis sie auseinanderfällt“
Es gibt eine Lösung gegen tödlichen Hass: „Nächstenliebe“
Mit Jesus Christus kam zu Weihnachten die Botschaft in diese Welt:
“Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden, den Menschen ein Wohlgefallen“. (Die Bibel)
Wir dürfen nun diesem Friedenfürsten Raum in unseren Herzen machen.
Es gibt ein Hoffnungsschimmer in unsrer aktueller Weltpolitik
Seit den Wahlen in USA gibt es Bewegung in Richtung Friedensgespräche. Unser Kanzler ruft nach zwei Jahren Funkstille den Präsidenten Putin an.
Selensky hat diese Tage von Friedensgesprächen im kommenden Jahr gesprochen um den Krieg zu beenden!!
Wir wollen beten und hoffen, dass den Worten die Taten folgen
- Mittlere Osten, der 7 Oktober 2023 hat in Israel gezeigt, zu was tödlicher Hass fähig ist. Unschuldige Babys, Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren wurden grausam ermordet. (Ich erspare mir die Details)
3. Zukunft
Meine sehr verehrten Damen und Herren, angesichts der vielen erschütternden Entwicklungen sollten wir trotz alledem unsere Hoffnung nicht verlieren. Das Gute wirkt zum Glück tief und radikal in die Gesellschaft hinein. Dazu tragen wir heute gemeinsam bei. Und dafür danke ich Ihnen. Es geht um die junge Generation, um unsere Kinder und Enkelkinder.
Großes Entsetzen in Deutschland nach der Europa Wahl und die letzten Landtagswahlen. Die junge Generation Z rückt nach rechts!
Nein, sie machen einen Realitätscheck für Zukunftsfragen: Sinnloser Krieg – sie wollen Frieden und Wohlstand. Milliarden Euros werden verschleudert, der Schuldenberg wird auf ihre Schultern gelegt. Unsicherheit auf den Straßen Deutschlands – Furcht legt sich auf ihre Seele und viele werden psychisch krank. Sie wollen Ehrlichkeit und Transparenz, und nicht bevormundet werden. Ich hoffe, nach der jetzigen Kakistokratie in Berlin
wird es wieder Hoffnung für unser Land geben.
Unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen.
Wollen wir doch in unseren Familien, in der Nachbarschaft, in unseren Dörfern und unsrer Stadt anfangen Friedensbotschafter zu sein.
Wir wollen hoffen und beten, dass nach der Wahl am 8.12.24 Ruhe und Frieden in unsere Stadt einzieht. Das Herzen verändert werden und Hass durch Nächstenliebe ersetzt wird.
Es ist also erwiesen: Hoffnung treibt das Gute an. Wir brauchen mehr davon. Wer hofft, will Tatsachen nicht hinnehmen, sondern verändern.
Erinnerungskultur: ist die bewusste Verbindung von Vergangenheit – Gegenwart – und Zukunft. Lernen wir aus der Vergangenheit und Gegenwart um eine bessere Zukunft zu gestalten.
Tragen wir alle dazu bei, das wünsche ich mir von Herzen.
Lassen Sie uns nun vor der Kranzniederlegung eine gemeinsame Schweigeminute abhalten. […]
Vielen Dank!